Silvester in Berlin

Ich entschuldige mich bei unseren Lesern für die Verspätung meines Artikfeuerwerkels über mein Berliner Silvester, aber der Januar war voll mit Seminaren und Aufgaben.

Tim und ich machen viele Sache zusammen: wir arbeiten zusammen, wir wohnen zusammen, wie essen zusammen (wir beide sind Latein-Europäer), wir schreiben dieses Blog zusammen, wir haben Lust daran, neue Döner-Kebab-Läden in Berlin zu finden und so weiter. Aber am Silvester waren wir nicht zusammen.
Wie Tim schon geschrieben hat, war er mit seinen französischen Freunden auf der Warschauer Straße. Ich war in Pankow bei der Mitbewohnerin einer Freundin, die ich in einem ersten Seminar getroffen habe.
Das ist der Bericht über meine Silvester in Pankow.
In Berlin hörte man bereits seit 18 Uhr überall Feuerwerk knallen, aber ab 22 Uhr wurde es mehr und mehr. Von 23.45 Uhr bis 1 Uhr war es wie Krieg. Links die Nachbarn des linken Teils der Straße, rechts die Nachbarn des rechten Teils. Sie standen sich gegenüber. Jede Gruppe schoss Kilo um Kilo Feuerwerk. Sie schossen so schnell, dass sie nicht die Zeit hatten, um ihr Feuerwerk gut aufzustellen. So trafen viele Feuerwerkskörper die Mauern der Häuser, die Terrassen: es war ein Bürgerkrieg.

Alle 10 bis 15 Sekunden wurde ein neues Feuerwerk gezündet: links, rechts, von der Straße, von den Terrassen, überall.

Um 24.10 Uhr kam mir ein Mann auf einem Fahrrad entgegen. Er hatte sichtlich den Kanal voll. An der Ampel neben mir hielt er an, stieg vom Fahrrad und kam auf mich zu. Er umarmte mich und sagte mir mit stark slawischem Akzent: „frohes neues Jahr!“.
Um 24.30 Uhr fuhr der erste Polizeiwagen vorbei, dann auch der erste Krankenwagen und die Feuerwehr.

Um 24.42 Uhr fing eine Terrasse in der Straße Feuer. Die Nachbarn riefen die Feuerwehr.

24.45 Uhr kam die Bewohnerin von der Etage über dem Brand auf ihre Terrasse. Sie vergoss zwei große Töpfe Wasser auf das Feuer. Der Brand war gelöscht. Um 24.49 Uhr war die Feuerwehr da. Sie kontrollierte, ob alles in Ordnung war. Für mich war erstaunlich, dass die Feuerwehr nur 7 Minuten, nachdem sie gerufen wurde, da war.  Sowas passiert in Italien nur im Fernsehen…

Von 24.20 bis 1 Uhr war der Rauch von dem Feuerwerk so dicht, dass es fast unmöglich war, den anderen Teil der Straße oder das Feuerwerk am Himmel zu sehen. Feuerwerkskörper wurden noch in der gesamten Nacht abgeschossen. Sogar am 1. Januar habe ich es noch ein paar Mal knallen gehört.

Am Neujahrtag war die Straße voll mit Feuerwerksmüll. Der Bürgerkrieg war zu Ende und die Arbeit der orangenen Truppen konnte beginnen. Der Feuerwerksmüll der Silvesternacht wurde beseitigt.

silvester_muell

Max

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