Weihnachbericht Teil 2: Fischrestaurant in Hamburg mit Überraschung

Reeperbahn

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Tim hat den letzten Artikel über unsere Weihnachtszeit in Deutschland allein geschrieben, weil ich zu einem EDF Seminar in Weimar war. Nun bin ich allein in unserem Büro, weil Tim in seinem deutsch-französischen Seminar in Frankreich ist. Ich habe seinen Artikel gelesen. Der ist gut, aber eine ganz lustige Sache muss ich noch erzählen.
Als wir in Hamburg waren, an unserem zweiten Tag, wollten wir in einem Fischrestaurant essen. Das sollte nicht schwierig sein – oder doch?! Tatsächlich haben wir in Hamburg kein Fischrestaurant gefunden, obwohl die Stadt eine Hafenstadt ist und am Wasser liegt.
Wir haben es im Zentrum versucht, aber kein Restaurant gesehen. Dann sind wir entlang dem Hafen gelaufen. Da gab es zwar viele Fischrestaurants, aber alle waren geschlossen. Nur eines war offen, aber das schloss gerade als wir rein wollten. So habe ich gesagt: „Tim, das ist unsere letzte Nacht in Hamburg, wir müssen ein Fischrestaurant finden! Ich werde nicht ins Bett gehen, bis ich Fisch gegessen habe!”
Tim stimmte zu. Wir sind dann nach Harburg gefahren. Harburg ist ein Stadtteil gegenüber vom Hamburger Hafen, am anderen Teil der Elbe. Wir haben gedacht: ” Harburg klingt fast wie Hamburg. Da gibt es vielleicht mehr Fischrestaurants.” Unsere Überlegung war nicht sehr logisch. Deshalblagen wir vermutlich auch falsch, denn auch in Harburg haben wir kein Fischrestaurant gefunden.
Tim und ich waren hoffnungslos und hungrig. Es war fast 22 Uhr und wir hatten kein Fischrestaurant gefunden. Also schlug Tim vor, in das Viertel zu fahren, wo wir zu Mittag gegessen hatten. Das war in der Nähe von Sankt Pauli, unsere letzte Chance. Das Problem war, dass wir nicht wussten, dass dieses Viertel, so ruhig und mit so vielen Donner-Kebabladen am Tag, in der Nacht das bekannte Hamburger Rotlichtviertel „Reeperbahn“ ist.

Als wir dort ankamen, näherten sich uns sofort zwei junge „Fräulein“. Sie sagten, dass wir sehr schöne Jungen sind und fragten, ob wir etwas Gesellschaft brauchen. Meine Antwort war sofort: „ne ne ne ne“ und mit meinen Händen deutete ich, dass sie sich entfernen können.
Tim, wie immer, folgte seiner “demokratischen und Dialog-Philosophie” und sagte: „Wie bitte?“. Die beiden merkten, dass er Ausländer ist und fragten, woher er kommt. Tim antwortete, dass er aus Frankreich ist und ein Freiwilliges Jahr in der Nähe von Berlin macht. Und das er nun für 2 Tage nach Hamburg gefahren ist.
Daraufhin sie – dieses Mal in Englisch, ob er Gesellschaft sucht.
Er sagt nein.
Sie fragt warum.
Er antwortet, dass er nur bekommen ist, um die Stadt zu besuchen.
Sie sagt, dass er beides machen kann.
Er sagt, dass es ihm genügt sich die Stadt anzuschauen.
Sie versteht und sucht sich einen besseren Kunde.
Ich guckte beklommen dem komisches Gespräch zwischen den beiden zu. Kurze Zeit später näherte sich uns ein weiteres „Fräulein“. Sie hatte gleich gemerkt, dass eher Tim als ich das Gespräch mit anderen sucht. So fragte sie mir direkt „gehen wir zu dir? Eine halbe Stunde 50 Euro“.
Also… mein Deutsch ist noch nicht so gut. Ich hatte nicht so konzentriert zugehört und 15 und 50 klingen in Deutsch ähnlich. Deshalb bin ich nicht sicher, ob sie 15 oder 50 gesagt hat… 15 hört sich sehr wenig an, aber 50…, mit der ganzen Konkurrenz, die es auf dieser Straße gab, das kam mir sehr teuer vor. Es wäre interessant, den Preis nochmal zu erfragen, aber es war mir nicht danach zumute. Ich habe nur noch „ne ne ne ne” gesagt, ohne stehen zu bleiben.
Zwar war diese Straße nur sehr kurz, trotzdem haben uns noch mindesten 5 „Fräulein“ angesprochen und uns jedes Mal ihre Dienste angeboten.

Am Ende der Straße haben Tim und ich uns angeguckt: wir waren beide völlig schockiert. Und zum Schluss hatte unsere Geschichte einen glücklichen Ausgang: am Ende der Straße haben wir gefunden, was wir fast 2 Stunde gesucht hatten: ein Hamburger Fischrestaurant!

Max

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