Heute hier, morgen dort

Heute hier, morgen dort, bin kaum da, muss ich fort, hab‘ mich niemals deswegen beklagt.
Hab es selbst so gewählt, nie die Jahre gezählt, nie nach gestern und morgen gefragt.

Das kann ich ja jetzt wiederholen und wiederholen: heute hier, morgen dort.  Manchmal wählt man ein wenig spontan oder sogar zufällig, aber so oder so – danach kann sich alles verändern. So ist es mit mir. Ich wollte nie in Deutschland wohnen, nie in einem kleinen Dorf. Ich habe nie gedacht, dass ich deutsch sprechen werde. Und was nun? Man soll niemals nie sagen 😉

Manchmal träume ich schwer und dann denk ich, es wär Zeit zu bleiben und nun was ganz andres zu tun.

Jetzt, nach einem Jahr, es ist ganz schwer das alles zusammenfassen. Was kann ich sagen? Ich bin dankbar dafür, dass ich diese Möglichkeit hatte.

Nicht immer war es wunderschön. Manchmal hab ich die Tage zum Wochenende oder Urlaub gezählt.  Manchmal war es grau und nicht besonders interessant. Aber, genau– manchmal – an die möchte ich nicht denken, weil…

so vergeht Jahr um Jahr und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war. Dass man mich kaum vermisst, schon nach Tagen vergisst, wenn ich längst wieder anderswo bin, stört und kümmert mich nicht.

So ein Jahr ist vergangen… und es ist mir schon klar, dass alles anders wird. Ich habe ganz viel erlebt und ganz viel gelernt. Es gibt ganz viele Kleinigkeiten aus diesem Jahr, an die ich mich immer erinnern werde und die mein Leben beeinflussen.

Ich nehme alles mit, was hier war. Schöne Tage mit meinen Mitbewohnern, alltägliches Leben und Fahrrad fahren, wunderschöne Landschaften, tolles Berlin, gute Leute. Es gibt ganz viele Sachen und Personen, die für lange Zeit mit mir bleiben, wo auch immer ich sein werde und…

vielleicht bleibt mein Gesicht doch dem ein oder anderen im Sinn… 🙂

Fragt mich einer, warum ich so bin, bleib ich stumm, denn die Antwort darauf fällt mir schwer. Denn was neu ist, wird alt und was gestern noch galt, stimmt schon heut oder morgen nicht mehr.

Ich habe nach einem Lied gesucht, das für den Abschied und zu mir passt. Es musste unbedingt auf Deutsch sein und gefällt mir. Ich fand ein paar, aber danach hab ich mich an ein besonderes Lied erinnert, das ich als erstes kennengelernt habe, schon im September in meinem Kurs. Ich kenne bessere Lieder, aber es ist so sentimental und passt perfekt, deshalb habe ich diesen Text hier benutzt 🙂

Dankeschön Gdańsk, dankeschön Blossin!

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